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VfL setzt auf Ruhe und Konzentration
VfL-Kapitän Tomasz Zdebel (rechts) bewertete die Leistung seines Teams in Hannover positiv. Foto: dpa
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Bochum (wl) - Zehn Punkte nach 13 Spielen und nur wegen des besseren Torverhältnisses unmittelbar vor der Abstiegszone platziert: Die Zwischenbilanz des VfL Bochum nimmt besorgniserregende Formen an.
Trainer Marcel Koller wollte sich aber nicht mit den dramatischen Dingen beschäftigen, sondern mit denen, die noch Hoffnung machen für den Rest der Hinrunde. "Es ist keine Frage, dass wir hier zwei Punkte verloren haben," räumte auch der Schweizer nach dem 1:1 in der AWD-Arena ein, um dann sofort nach vorne zu schauen: "Wir haben uns so viele Chancen wie noch nie erarbeitet. Die Mannschaft hat gut gespielt und über weite Strecken dominiert. Wir kriegen das schon hin, wir müssen nur die Ruhe bewahren."
Nur ein Eigentor
Ruhe und Konzentration sind wohl auch die entscheidenden Eigenschaften, die Bochums Offensivkräfte vor dem gegnerischen Tor auszeichnen sollten. Warum trotz allerbester Möglichkeiten nur ein Eigentor von Hannovers Schlussmann Florian Fromlowitz Bochum noch den Punkt rettete, dafür gab es anschließend keine plausiblen Erklärungen. Marcin Mieciel, Slawo Freier, Vahid Hashemian, Anthar Yahia oder Mimoun Azaouagh hatten Chancen, mit denen sie zwei Spiele hätten gewinnen müssen.
Von Spiel zu Spiel gesteigert
Was immerhin bleibt, ist die Erkenntnis, dass sich der VfL in den letzten Spielen stets zu steigern wusste und seine Anteile an den Begegnungen und damit die Zuversicht, in kürze den zweiten Saisonsieg einfahren zu können, deutlich erhöhte. Vahid Hashemian, der an alter Wirkungsstätte die Geschichte des Abend hätte liefern können, wenn er in der 33. Minute aus elf Metern getroffen hätte, will nun die nächsten beiden Heimspiele gewinnen. Da kommen Hertha BSC Berlin und der Hamburger SV an der Castroper Straße vorbei, die sich aktuell eher zu den Gewinnern der Liga zählen dürfen. Die Hertha, die am Samstag vorbei schaut, ist seit sieben Spielen ungeschlagen, Bochum wartet seit neun Begegnungen auf einen Sieg.
Drei Heimspiele
"Wir dürfen uns von diesen Rechenspielen nicht verrückt machen lassen", ruft Kapitän Thomas Zdebel zur Besonnenheit auf. "Auch wenn man in 13 Spielen erst einen Sieg geholt hat, kann man in den restlichen vier Begegnungen bis zur Winterpause noch ordentlich punkten." Immerhin spielt der VfL noch davon noch dreimal zu Hause. Der Kapitän rät dazu, diese deprimierenden Statistiken beiseite zu schieben, "sonst machen wir uns nur verrückt damit und ziehen uns nur selbst runter. Das können wir jetzt nicht gebrauchen."
Sonntag, 16. November 2008 | Uli Kienel, Ruhr Nachrichten