VFL
Hertha spielt effizienter als der VfL
Einst beim VfL, jetzt in Berlin: Jaroslav Drobny. Foto: dpa
Bochum (wl) – Rein statistisch betrachtet, sind die Voraussetzungen für einen VfL-Sieg am kommenden Samstag (22.) im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin eher schlecht.
Mit den Berlinern kommt am Samstag eine Mannschaft ins rewirpowerSTADION, die sich nicht nur auf Tabellenplatz vier vorgearbeitet hat, sondern auch den zweitbesten Wert der Liga in der Chancenverwertung für sich beanspruchen kann. Aus 32,1 Prozent ihrer Chancen machen die Berliner auch Tore. Beim VfL beträgt der Wert nur 20,8 Prozent und ist gleichbedeutend mit Rang 16.
72 Torchancen
Es gibt jedoch auch noch eine zweite Aussage in dieser Statistik, und die sollte den Bochumern durchaus Hoffnung machen: die Mannschaft von Marcel Koller hat sich in 13 Ligaspielen immerhin 72 Torchancen erarbeitet, die Berliner indes nur 56. "Ich habe das meiner Mannschaft schon gesagt: Berlin ist bisher nicht so überzeugend aufgetreten, dass es die Gegner komplett auseinander gespielt hat. Aber im entscheidenden Moment machen sie eben die Tore."
Lohn für den Einsatz
Das würde der Schweizer gerne auch von seiner Mannschaft sehen, die sich zuletzt von Spiel zu Spiel steigerte, aber dafür maximal mit Unentschieden belohnt wurde. "Wir dürfen nur nicht den Glauben an uns verlieren", sagt Koller, "das ist das Entscheidende. Die Mannschaft wird für ihren Einsatz auf jeden Fall belohnt werden."
Der Verweis auf die Tribüne im Auswärtsspiel bei Hannover 96 am vergangenen Freitag hat für Trainer Marcel Koller keine weiteren Folgen. Am Dienstag erhielt der VfL Bochum aus Frankfurt die Nachricht, dass der Vorfall nicht weiter verhandelt wird.
Dienstag, 18. November 2008 | Ruhr Nachrichten