VfL
Hertha-Trainer Favre: Wir sind gewarnt
"Lucien Favre zeigt mit seiner Arbeit in Berlin, dass er eine Mannschaft formen kann", sagt VfL-Amtskollege Koller. Archivfoto: dpa
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Bochum (wl) - Was nützt das beste Auswärtsspiel, wie in Hannover gesehen, wenn auch dort die Punktausbeute bescheiden bleibt. Samstag (22.) nun muss der VfL Bochum wieder im eigenen Stadion die Chance beim Schopf packen.
Gegner ist der aktuelle Tabellenvierte Hertha BSC Berlin. Die Mannschaft von Marcel Kollers Landsmann Lucien Favre hat den Bochumern nicht nur den deutlich besseren Tabellenplatz voraus: an den Berlinern sollten sich die Bochumer ein Beispiel nehmen, wenn es um die Chancenverwertung geht.
Beobachter des Hauptstadtclubs sind der Meinung, dass die Berliner mit relativ geringem Aufwand das bestmögliche Resultat erzielen. Diesen Eindruck hat auch der VfL-Trainer beim Studium diverser Hertha-Spiele bekommen. "Mit Blick auf unser bevorstehendes Spiel habe ich da genauer hingesehen. Beim letzten Sieg gegen den HSV war Hertha nicht unbedingt die bessere Mannschaft", erzählte Marcel Koller.
Keine Formsache
Was nicht heißen soll, dass der zweite Saisonsieg des VfL nur eine Formsache ist. "Lucien Favre zeigt mit seiner Arbeit in Berlin, dass er eine Mannschaft formen kann", sagt Amtskollege Koller. "Die Berliner werden deshalb auch selbstbewusst nach Bochum kommen, aber sicher nicht überheblich auftreten." Diese Einschätzung bestätigt auch Favre: "Der VfL hat zuletzt gegen Bremen und Hannover gezeigt, dass er nur schwer zu schlagen ist. Wir sind auf jeden Fall gewarnt."
Für das Spiel gegen den Tabellenvierten Hertha BSC hatte der VfL Bochum bis Donnerstag erst 13 500 Eintrittskarten verkauft. Für das unmittelbar darauf folgende Heimspiel gegen den Hamburger SV sind bis jetzt 15 000 Eintrittskarten abgesetzt.
Donnerstag, 20. November 2008 | Uli Kienel, Ruhr Nachrichten