BVB
Auch Kehl fehlt BVB gegen die Wölfe
Das 1:0 in Karlsruhe: Zidan ist schneller als Miller. Foto: dpa
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Dortmund (wl) - In den Internetforen, die sich mit Borussia Dortmund beschäftigen, wird seit Donnerstag, circa 21 Uhr, seit der Blamage des Ruhrgebietsrivalen im UEFA-Cup, verschärft die Wachablösung im Revier diskutiert.
Ob der BVB den Nummer 1-Status vor dem FC Schalke 04 behaupten kann, werden am Sonntag (17 Uhr) wieder annähernd 70 000 Zuschauer im Signal Iduna Park verfolgen. Sie alle könnten Zeugen einer Premiere werden: dem dritten BVB-Sieg in Serie in dieser Saison.
Ohne Kehl und Valdez
Am Freitag zerschlugen sich zunächst mal die kleinen Hoffnungen, im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg den Kapitän wieder an Bord zu haben. Sebastian Kehl drehte abermals seine Runden um den Trainingsplatz, musste dann aber endgültig abwinken – die Schmerzen im Sprunggelenk zwingen ihn weiter in die Zuschauerrolle. Die nehmen auch Nelson Valdez (wir berichteten) und Diego Klimowicz (Aufbautraining nach schwerer Grippe) weiter ein.
Wohin mit Frei ?
Dortmunds Aufstellung gegen die personell vor dieser Serie erneut stark aufgerüsteten „Wölfe“ ergibt sich damit quasi von selbst – zumal Trainer Jürgen Klopp am Freitag durchblicken ließ, dass es nach dem 1:0-Sieg in Karlsruhe „wenige Argumente gibt, die Truppe zu ändern“. Auch wenn das nicht als Seitenhieb gegen Alex Frei gemeint war, dürfte es dem Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft genau so vorkommen – derzeit ist dies die einzige Debatte beim BVB mit Konfliktpotenzial – eine freilich, die enormen Zündstoff birgt.
Im Kloppschen System ist im Moment wenig Platz für Frei, wie lange der sich dies weiter anschaut, vermag niemand vorherzusagen. Frei schweigt, aber in ihm brodelt es.
Mutig nach vorn
Bis spät in die Nacht hatte sich Klopp am Donnerstag den VfL-Auftritt bei Sporting Braga angeschaut – und Dortmunds Trainer war beeindruckt. „Nach dem 2:2 haben sie weiter nach vorn auf Sieg gespielt und sind belohnt worden.“ Das nur für alle die, die gegen die auswärts bislang sieglosen Wolfsburger ein leichtes Spiel erwarten.
Es wird auf jeden Fall eins zweier Mannschaften, die stark auf Standards setzen. Zwölf Treffer hat der VfL nach ruhenden Bällen erzielt, nur eins mehr als Borussia Dortmund. Keine Klopp-Pressekonferenz ohne lustiges Schmankerl: „Für dieses Spiel gilt die alte Regel“, meinte er breit grinsend. „Da ist die nächste Standardsituation tatsächlich die schwierigste.“
Freitag, 28. November 2008 | Dirk Krampe, Ruhr Nachrichten