Alles rund um den 17. Bundesliga-Spieltag
Freitag (20.30 Uhr):
Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach:
Nur zwei Punkte holten die Gladbacher in den letzten zehn Jahren beim BVB, gegen den sie die meisten Unentschieden ihrer Bundesligageschichte (25) verbuchten. Mönchengladbach verlor zuletzt dreimal in Serie 1:3 und geriet in den letzten vier Spielen jeweils mit 0:2 in Rückstand. Die schlechteste Abwehr der Liga kassierte allein in den ersten Halbzeiten 18 Gegentreffer, so viele wie der BVB insgesamt. In der letzten Abstiegssaison hatte Gladbach zum gleichen Zeitpunkt vier Punkte mehr und zwölf Gegentore weniger auf dem Konto. Die Westfalen, die zuletzt zweimal 0:0 spielten, sind zu Hause ungeschlagen und zudem seit 417 Minuten ohne Gegentor. Von den letzten elf Partien verloren sie nur eine: 1:2 beim Hamburger SV am 8. November. Trainer Jürgen Klopp verlor mit Mainz eins von sechs Duellen mit Gladbach.
Die Duelle in Zahlen:
Heimbilanz: 14 S, 12 U, 10 N - 65:55 Tore
Gesamtbilanz: 22 S, 25 U, 25 N - 116:131 Tore
Letzter Heimsieg: 1:0 am 17. Februar 2007
Letzte Heimniederlage: 1:2 am 18. April 1998
Letzte Elfmeter: BVB (12/9): Tomas Rosicky am 1. April 2006 Borussia (11/8): Igor Demo am 13. Oktober 2001
Letzter Platzverweis: BVB (4): Rosicky am 13. Oktober 2001 Borussia (5): Zeljko Sopic am 11. Dezember 1998
Aktuelle BVB-Schützen gegen Gladbach: Klimowicz (3), Zidan (3), Kehl (2), Frei, Valdez
Borussen-Schützen gegen Dortmund: Neuville (5)
Samstag (15.30 Uhr):
Werder Bremen - VfL Wolfsburg:
Bei keinem Klub feierte Wolfsburg so viele Siege wie in Bremen (5). Rekord in der Bundesligageschichte des VfL sind auch 75 Tore in den Duellen mit dem Ex-Klub ihres Trainers Felix Magath, der nach nur 25 Punkten in 22 Spielen von Thomas Schaaf abgelöst wurde. Magath könnte an alter Wirkungsstätte seine 100. Bundesliganiederlage als Trainer kassieren. Werder gewann die letzten drei Heimspiele mit insgesamt 13:1 Toren, verschenkte aber schon elf Punkte durch Gegentreffer in den letzten 20 Minuten. Während die Hanseaten die meisten Heimtore (25) erzielten, kassierten die auswärts noch sieglosen „Wölfe“ mit 17 die viertmeisten Gegentore in der Fremde. Wolfsburg verlor von den letzten acht Pflichtspielen nur das bei Spitzenreiter Hoffenheim (2:3 am 15. November). Nur der Tabellenführer (7) erzielte mehr als die 6 Wolfsburger Treffer nach Freistößen. Zvjezdan Misimovic schoss vier Tore in den letzten vier Pflichtspielen.
Vergangene Saison: 0:1 und 1:1
Die Duelle in Zahlen:
Heimbilanz: 5 S, 1 U, 5 N - 22:16 Tore
Gesamtbilanz: 10 S, 4 U, 8 N - 44:31 Tore
Letzter Heimsieg: 2:1 am 17. Dezember 2006
Letzte Heimniederlage: 0:1 am 16. März 2008
Letzte Elfmeter: Werder (3/0): Diego am 17. Dezember 2006 (Pfosten), VfL (1/1): Detlev Dammeier am 21. März 1998
Letzter Platzverweis: Werder (2): Angelos Charisteas am 9. November 2002 VfL (1): Facundo Quiroga am 15. April 2006
Aktuelle Werder-Schützen gegen Wolfsburg: Pizarro (10), Baumann (2), Frings (2), Naldo (2), Rosenberg (2), Diego, Jensen
VfL-Schützen gegen Bremen: Grafite, Josue, Krzynowek, Madlung
Hamburger SV - Eintracht Frankfurt:
Ein "Doppelpack" von Ralf Falkenmayer zum Frankfurter 2:0 brachte den HSV und Trainer Ernst Happel am 19. Mai 1984 um den Meistertitel, von den letzten zehn Gastspielen in Hamburg gewann die Eintracht aber nur das am 14. November 1998 (1:0 durch Thomas Sobotzik). Die Hessen könnten mit dem nächsten Treffer ihr 100. Bundesligator gegen Hamburg erzielten, verloren jedoch ihre letzten beiden Saison-Gastspiele mit insgesamt 0:9 Toren. Bester Auswärts-Schütze der Hessen ist Martin Fenin, der drei seiner vier Treffer in der Fremde erzielte. Der HSV ist seit dem 7. Mai zu Hause ungeschlagen und gewann seit dem 0:1 gegen Bremen sieben der acht folgenden Heimspiele. In den letzten drei Partien holten die Hanseaten, die mit zwei die wenigsten Gegentore per Kopf kassierten, mit jeweils einem Gegentor insgesamt sieben Punkte. In der Tabelle der ersten Halbzeit liegen Hamburg (13:16 Tore) und Frankfurt (8:15) im letzten Drittel.
Vergangene Saison: 4:1 und 1:2
Die Duelle in Zahlen:
Heimbilanz: 29 S, 3 U, 8 N - 90:36 Tore
Gesamtbilanz: 38 S, 17 U, 25 N - 144:99 Tore
Letzter Heimsieg: 4:1 am 2.3.08
Letzte Heimniederlage: 0:1 am 14.11.98
Letzte Elfmeter: HSV (11/7): van der Vaart am 15.9.07 Frankfurt (6/3): Skela am 16.12.03
Letzter Platzverweis: HSV (3): Kober am 30.4.94 Frankfurt (3): Zchadadse am 18.5.96
Aktuelle HSV-Schützen gegen Frankfurt: Guerrero (5), Trochowski (2), Addo, de Jong, Jansen, Olic
Eintracht-Schützen gegen Hamburg: Meier (4), Amanatidis (2), Mahdavikia
VfB Stuttgart - Bayern München:
Dreimal Meister und zweimal Pokalsieger wurde Stuttgarts Teamchef Markus Babbel mit dem FC Bayern. Obwohl er mit HSV und VfB nur siebenmal gegen seinen Ex-Klub antrat, kassierte er in 288 Bundesligaspielen gegen keinen Verein mehr Niederlagen als die fünf gegen München. Als Teamchef ist Babbel in drei Pflichtspielen ungeschlagen, und in der Liga hat er die blütenweiße Weste von zwei Siegen mit insgesamt 5:0 Toren. Der FCB ist mit 21 Siegen am Neckar der Schreckensgegner des VfB und gewann nirgendwo so oft wie in Stuttgart, verlor aber die beiden Gastspiele im Jahr 2007 und erzielte in den letzten drei Auftritten insgesamt nur ein Tor. Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann erzielte 79 Tore in 156 Bundesligaspielen für den VfB, wo seine Bundesligakarriere begann, und gewann als Münchner drei seiner vier Duelle mit den Schwaben (ein Unentschieden). Der amtierende Meister gewann acht der letzten zehn Spiele ohne Niederlage und erzielte neunmal in Folge mindestens zwei Treffer. Luca Toni war in jedem der letzten fünf Ligaspiele genau einmal erfolgreich. Der FC verbuchte in acht Auswärtspartien nur sechs Gegentore.
Vergangene Saison: 3:1 und 1:4
Die Duelle in Zahlen:
Heimbilanz: 12 S, 8 U, 21 N - 52:68 Tore
Gesamtbilanz: 16 S, 18 U, 48 N - 97:162 Tore
Letzter Heimsieg: 3:1 am 10.11.07
Letzte Heimniederlage: 1:3 am 21.5.05
Letzte Elfmeter: VfB (11/7): Balakov am 24.9.99 FCB (16/12): Basler am 1.12.96
Letzter Platzverweis: VfB (6): Meißner am 30.9.01 FCB (6): Lucio am 10.11.07
Aktuelle VfB-Schützen gegen München: Bastürk (4), Gomez (3), Cacau (2), Ljuboja
FCB-Schützen gegen Stuttgart: Klose (3/alle in Stuttgart), Ribery (2), Lucio, Schweinsteiger, Toni (2), van Bommel, van Buyten, Ze Roberto
Bayer Leverkusen - Energie Cottbus:
In keinem Stadion schoss Cottbus mehr als die sieben Tore in der BayArena, wo sich Leverkusen in dieser Saison schon drei Heimniederlagen erlaubte. Die Werkself, die zwei der letzten drei Partien verlor, ist mit 19: 5 Toren die weitaus beste Mannschaft der ersten Halbzeit und kassierte in den letzten zwölf Spielen nur ein Gegentor vor der Pause. In fünf der letzten acht Runden ging sie aber auch mit einem 0:0 in die Halbzeitansprache. Die Lausitzer holten mit sechs Toren auswärts acht Zähler und damit zwei Drittel ihrer Gesamtpunktzahl. Beide Teams verzeichnen die Höchstzahl von neun Kopfball-Gegentoren. Cottbus ist mit 4:20 Treffern das schlechteste Team der zweiten Halbzeit.
Vergangene Saison: 0:0 und 3:2
Die Duelle in Zahlen:
Heimbilanz: 2 S, 1 U, 2 N - 6:7 Tore
Gesamtbilanz: 5 S, 1 U, 3 N - 16:15 Tore
Letzter Heimsieg: 3:1 am 26.11.06
Letzte Heimniederlage: 0:3 am 26.1.03
Letzte Elfmeter: Bayer (3/2): Rolfes am 3.2.08 Cottbus: Noch keiner
Letzter Platzverweis: Bayer: Sebescen am 13.10.01 in Cottbus Cottbus: Miriuta am 23.9.00 in Cottbus
Aktuelle Bayer-Schützen gegen Cottbus: Rolfes (3), Kießling
Cottbuser Schützen gegen Leverkusen: Keiner
Hannover 96 - Arminia Bielefeld:
36 Jahre sind die Hannoveraner schon ohne Bundesliga-Heimsieg gegen Bielefeld, und in den fünf Treffen seit dem Wiederaufstieg 2002 holten sie insgesamt nur drei Punkte. Die Niedersachsen verloren nur eins der letzten 15 Heimspiele (2:5 gegen Hoffenheim am 18. Oktober), gewannen aber mit der zweitschwächsten Abwehr der Liga nur zwei der letzten zehn Aufgaben. Die Bielefelder, deren Trainer Michael Frontzeck 18 Monate in Hannover als Co-Trainer arbeitete, sind auswärts seit dem 11. August 2007 (3:0 in Wolfsburg) sieglos und blieben in vier der letzten fünf Spiele ohne Torerfolg. Beide Teams erzielten mit jeweils nur einem die wenigsten Kopfballtore. Artur Wichniarek erzielte 64 Prozent aller Bielefelder Treffer und damit die höchste Quote aller Stürmer. Arminia hat als einziges Team noch kein Tor nach einem Eckball erzielt, 96 die Höchstzahl von sieben Gegentreffern nach Ecken kassiert.
Vergangene Saison: 2:2 und 2:0
Die Duelle in Zahlen:
Heimbilanz: 2 S, 3 U, 2 N - 8:6 Tore
Gesamtbilanz: 5 S, 3 U, 6 N - 15:17 Tore
Letzter Heimsieg: 3:1 am 18.3.72
Letzte Heimniederlage: 0:1 am 2.4.06
Letzte Elfmeter: 96 (1/1): Huszti am 26.9.07 Arminia: Keiner
Letzter Platzverweis: Keine
Aktuelle 96-Schützen gegen Bielefeld: Balitsch, Bruggink, Fahrenhorst, Rosenthal, Schlaudraff, Stajner, Tarnat
Arminia-Schützen gegen Hannover: Wichniarek (2), Halfar, Lamey, Mijatovic
Hertha BSC Berlin - Karlsruher SC:
Otto Geisert genießt in Karlsruhe immer noch die traurige Berühmtheit, der einzige Schütze eines Siegtores in Berlin zu sein, obwohl sein Tor zu 3:2 mehr als 45 Jahre zurück liegt. Hertha gewann die letzten fünf Heimspiele in Folge und sieben der letzten zehn Aufgaben. Der KSC verlor die letzten fünf Gastspiele seit dem 2:1 in Bielefeld am 3. Oktober, dem einzigen Auswärtssieg der Saison, und gewann nur eine der letzten zehn Partien. Während die Berliner sechs Punkte durch Treffer in den letzten zehn Minuten holten, verloren die Badener ebenso viele Zähler durch Gegentore im gleichen Zeitraum. Hertha kassierte in den letzten drei Runden je ein Gegentor per Kopfball, wurde aber in acht Heimspielen erst einmal in der letzte halben Stunde bezwungen. Karlsruhe ist neben Hoffenheim das einzige Team, gegen das noch kein Elfmeter gepfiffen wurde.
Vergangene Saison: 3:1 und 1:2
Die Duelle in Zahlen:
Heimbilanz: 4 S, 3 U, 1 N - 18: 11 Tore
Gesamtbilanz: 7 S, 5 U, 4 N - 27:21 Tore
Letzter Heimsieg: 3:1 am 3.5.08
Letzte Heimniederlage: 2:3 am 30.11.63
Letzte Elfmeter: Hertha: Keiner KSC (2/2) Kleppinger (2) am 12.3.83
Letzter Platzverweis: Hertha (1): Mischke am 9.3.91 KSC: Keiner
Aktuelle Hertha-Schützen gegen Karlsruhe: Pantelic (2), Kacar
KSC-Schützen gegen Berlin: Iaschwili (2), Carnell, Freis, Kapllani, Sebastian
VfL Bochum - 1. FC Köln:
Einen Sieg nur verbuchten die Rheinländer in den letzten 19 Jahren in Bochum, und bei diesem 3:2 (nach 0:2-Rückstand) am 10. März 2001 flogen noch drei Kölner vom Platz. Allein in den letzten zehn Duellen gab es insgesamt sechs Elfmeter und acht Platzverweise. Bochum wartet seit dem 2:0 gegen Bielefeld vom 14. September seit zwölf Runden auf einen Sieg und verlor drei der folgenden sechs Heimspiele. Nur einmal in den letzten zwölf Partien, beim 0:0 gegen Bremen am 8. November, blieb der VfL ohne Gegentor. Die Kölner verloren die letzten vier Spiele, obwohl sie jeweils genau ein Tor erzielten, dreimal durch ihren zehnfachen Saison-Torschützen Miloje Novakovic. Mit drei Siegen liegt der Aufsteiger, der in jedem der letzten fünf Gastspiele ein Gegentor nach einem Eckball kassierte, in der Auswärtstabelle aber auf Rang acht.
Die Duelle in Zahlen:
Heimbilanz: 10 S, 7 U, 0 N - 39:41 Tore
Gesamtbilanz: 11 S, 13 U, 30 N - 58:94 Tore
Letzter Heimsieg: 4:0 am 8.11.03
Letzte Heimniederlage: 2:3 am 10.3.01
Letzte Elfmeter: Bochum (7/6): Stickroth am 27.3.97 Köln (9/5) Polster am 29.3.98 (Ernst hält)
Letzter Platzverweis: Bochum (2): Drincic am 10.3.01 Köln (8): Sichone, Springer, Lottner am 10.3.01
Aktuelle Bochumer Schützen gegen Köln: Hashemian (2)
Kölner Schützen gegen Bochum: Antar (3), Sanou
Sonntag (17 Uhr):
1899 Hoffenheim - Schalke 04:
Kein Schalker Trainer holte im Schnitt so viele Punkte wie Ralf Rangnick (85 Zähler in 43 Spielen entsprechen 1,98 pro Partie), der aber nach einem 1:0-Sieg gegen Mainz am 10. Dezember 2005 in Gelsenkirchen die Segel streichen musste. Mit Neuling Hoffenheim verbuchte der 50-Jährige sogar 2,13 Punkte im Schnitt. Nicht nur die meisten Treffer hat der Spitzenreiter vorzuweisen, sondern mit fünf in acht Heimspielen zu Hause auch die wenigsten Gegentore. Lediglich beim 0:0 gegen Stuttgart am 13. September blieben die Kraichgauer ohne Heimsieg. Der 18-fache Saisontorschütze Vedad Ibisevic erzielte in der Hälfte aller Spiele das 1:0. Schalke verlor die letzten beiden Gastspiele und drei der letzten fünf Ligapartien. Obwohl die "Knappen" 18 Tore weniger schossen als Hoffenheim, erzielten sie mit zehn die meisten Kopfballtreffer aller Klubs. Die TSG 1899 mit 13 und S04 mit zwölf Toren sind die besten Nutznießer von Standardsituationen.
Hoffenheimer Schützen gegen Schalke: Ibisevic, Seitz
Mittwoch, 10. Dezember 2008 | sid