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BVB fährt ohne Kehl nach Karlsruhe
Sebastian Kehls Verletzung lässt noch keinen Einsatz zu. Archivfoto: dpa
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Dortmund (wl) – Vorsicht, Borussia Dortmund! In der Bundesliga-Partie gegen den Karlsruher SC (Freitag, 20.30 Uhr) bloß nicht die Schienbeinschoner vergessen. Warum? KSC-Manager Rolf Dohmen erklärt.
"Alleine mit Fußball spielen kommen wir in dieser Situation nicht mehr zum Erfolg." Das klingt fast nach einer Drohung des Tabellendrittletzten. "Uns erwartet in Karlsruhe ein Kampfspiel mit hart geführten Zweikämpfen", blickt Borussias Trainer Jürgen Klopp voraus.
Da kann der Sechste aus Dortmund fast froh sein, dass Karlsruhes Maik Franz verletzungsbedingt ausfällt. Der Innenverteidiger hat nämlich den Hang zu unsanften Berührungen des Gegners.
Ein Punkt aus sieben Spielen
Unsanft verliefen für den KSC die vergangenen sieben Begegnungen. Von möglichen 21 Punkten spielte die Mannschaft von Trainer Edmund Becker einen ganzen Zähler ein. Ganz anders sieht es beim BVB aus. Nach dem 4:0-Erfolg gegen Frankfurt liegen die Schwarzgelben in Sichtweite zu den europäischen Plätzen. Mit einem Erfolg in Baden hat der BVB bis Samstag gar den vierten Rang eingenommen.
Das Team muss aber einen herben Qualitätsverlust vor der Partie hinnehmen. Lange Zeit bestand bei den Verantwortlichen die Hoffnung, dass Kapitän Sebastian Kehl nach seiner Knochenstauchung und dem Bluterguss im Sprunggelenk aus der Frankfurt-Partie doch mit zum KSC reist. Gestern nach dem Mannschaftstraining ging der Daumen aber nach unten. Die Verletzung lässt keinen Einsatz zu.
Tinga als "Sechser"
Deshalb muss Klopp seine Mittelfeld-Raute fast komplett umstellen. Tinga übernimmt den Part als "Sechser". Florian Kringe rückt auf die rechte Seite, und Nuri Sahin wird auf der linken Position eine Chance von Beginn an bekommen. Nur Hajnal behält seinen angestammten Platz hinter den Spitzen.
Auch im Sturm muss Klopp neu variieren, denn Nelson Valdez fällt mit einem Muskelfaserriss aus. Erster Anwärter auf den vakanten Platz ist Mohamed Zidan, der sich aber die gesamte Woche mit einer Magen-Darm-Grippe herumplagte. So könnte Alexander Frei plötzlich wieder beim Anpfiff auf dem Platz stehen. Natürlich mit hochgezogenen Schienbeinschonern.
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BVB: Weidenfeller - Owomoyela, Santana, Subotic, Lee - Tinga, Kringe, Sahin, Hajnal - Blaszczykowski, Zidan
Donnerstag, 20. November 2008 | Thomas Schulzke, Ruhr Nachrichten