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"Das wird ein besonderes Spiel"
Dortmund (wl) - Tamas Hajnal war am Samstag der überragende Akteur auf dem Platz. Der Ungar bereitete drei Treffer beim Dortmunder 4:0 gegen Frankfurt vor und erzielte das 2:0 persönlich. Zudem hatte er die meisten Ballkontakte (75) und gab die meisten Torschussvorlagen (8). Trotzdem zeigte sich Hajnal nach der Partie wie immer bescheiden.
Frage: Frankfurt mit 4:0 aus dem Stadion geschossen. Gibt es jetzt keinen Heimkomplex mehr?
Tamas Hajnal: Wir haben das Wort Heimkomplex sowieso nie benutzt. Wir wussten natürlich, dass wir zu oft unentschieden gespielt haben. Nach den Spielverläufen hätten wir in diesen Partien eindeutig mehr Punkte holen müssen. Gegen Frankfurt war es wichtig, dass wir nach dem frühen Tor nachgesetzt und auf das zweite und dritte erzielt haben. Ja, es war ein schönes Spiel heute.
Wie sehen Sie Ihre überragende Leistung?
Hajnal: Ich freue mich natürlich, dass ich meinen Teil zum Sieg beitragen konnte. Aber ich beurteile meine eigene Leistung nicht so gerne, das können andere machen. Heute hat einfach alles funktioniert. Ein Kompliment an unsere Jungs in der Mitte, die sich da so in die Bälle stürzen. Deshalb sind wir so torgefährlich bei Standards. Diese Situationen üben wir nämlich oft im Training, und das hat sich ausgezahlt.
Wie oft trainieren Sie die Standards?
Hajnal: Wir üben seitliche Freistöße ein- bis zweimal die Woche. Für zentrale Freistöße bleiben Alex Frei, Zidan und ich nach dem Training immer wieder draußen.
Wie sieht die Marschroute bei Freistößen aus?
Hajnal: Es ist nicht immer vorgesehen, dass der Ball genau auf den Kopf kommt. Es gibt einen bestimmten Raum, in den der Ball kommen soll. Deshalb ist es wichtig, dass die Jungs in diesen reinlaufen.
Wie geht es weiter?
Hajnal: Jetzt müssen wir Schritt für Schritt unsere Punkte holen. Am besten sofort gegen Karlsruhe.
Sie sprechen es an. Freitag geht es gegen Ihren alten Klub…
Hajnal: Ich habe viele Freunde in der Mannschaft und telefoniere auch sehr oft mit den Jungs. Ich freue mich auf das Wiedersehen. Das wird ein ganz besonderes Spiel für mich.
Sonntag, 16. November 2008 | Thomas Schulzke, Ruhr Nachrichten