BVB
Das Erfolgsrezept heißt Dominanz, Wille, Leidenschaft
Benjamin Köhler, hier im Zweikampf mit Florian Kringe, gehört zu den wenigen Frankfurtern, die unverletzt sind. Foto: BVB
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Dortmund (wl) - Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt - Alles nur eine Frage der Höhe des Resultats? Mitnichten! BVB-Trainer Jürgen Klopp will sich nicht im Geringsten an diesen Gedankenspielen beteiligen, die den Hessen bereits im Vorfeld er Partie fast keine Siegchancen einräumen, und warnt vor einem personell dezimierten Kontrahenten, der "aus der Not eine überragende Tugend" gemacht habe.
Dafür gibt es gleich mehrere gute Gründe. Zum einen holte Frankfurt acht seiner insgesamt 13 Punkte auf fremdem Platz. Trotz ihrer vielen verletzten Spieler sind sie aus ihrem Tief zu Saisonbeginn wieder herausgekommen.
"Sie haben in beeindruckender Weise aus ihrer Not eine Tugend gemacht", kommentiert Klopp die Leistung der Hessen. Nicht umsonst erwartet der BVB einen sehr motivierten Gegner im SIGNAL IDUNA PARK. Doch Klopp hat noch einen weiteren Grund. "Über die Höhe des Sieges zu diskutieren, ist das kontraproduktivste überhaupt. Deswegen streichen wir das Thema schnell."
Es gilt, die eigenen Ziele konsequent zu verfolgen. Dazu gehört auch ein Sieg gegen Frankfurt. Denn die Rufe nach dem zweiten Heimsieg der Saison werden immer lauter. "Es wird dringend Zeit", bestätigt auch Klopp. Doch von Ungeduld ist man weit entfernt im Lager der Schwarz-Gelben. Insgesamt ist Klopp mit der bisherigen Entwicklung der Mannschaft zufrieden. "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Wir zeigen mehr Dominanz auf dem Platz und haben uns diese Art Fußball zu spielen erarbeitet. Nun müssen wir an die guten Phasen aus dem Hamburg-Spiel anknüpfen." Damit ist allen voran der Charakter der Mannschaft gemeint, die ungemein willig und leidenschaftlich zu Werke geht. "Wenn etwas nicht funktioniert, nimmt sie die Dinge nicht einfach nur so hin", attestiert Klopp.
Dominanz, Wille, Leidenschaft - das soll auch gegen Eintracht Frankfurt das Erfolgsrezept sein. Gegen "einen sehr schwer zu spielenden Gegner" (Klopp) soll die Borussia gut gegen den Ball arbeiten und schnell umschalten. Dabei ist es Klopp völlig egal, was Frankfurt macht. Die Konzentration liegt allein auf dem eigenen Spiel.
Genau dafür gibt es im Kader von Borussia Dortmund wieder mehr Alternativen. Zwar stellt sich nach der Rot-Sperre von Robert Kovac und der Verletzung von Mats Hummels die Innenverteidigung mit Felipe Santana und Neven Subotic fast von allein auf. Doch das bereitet Trainer Klopp keinerlei Kopfzerbrechen. "Glücklicherweise waren Felipes Trainingseindrücke sehr gut." Zudem könnte Marcel Schmelzer wieder in die Viererkette rücken. Zudem stieg Nelson Valdez am Mittwoch voll ins Training ein. Klopp: "Er sah sehr gut aus." Auch Alexander Frei kehrte heute zurück ins Mannschaftstraining. Ob bei ihm ein Einsatz am Samstag aber noch zu früh kommt, entscheidet sich wohl erst nach dem Abschlusstraining am Freitag.
Gegen Frankfurt wird die Borussia zum ersten Mal in dieser Saison in ihren Weihnachtstrikots auflaufen. Dafür hat Klopp einen Wunsch - und ein Versprechen. "Ich wünsche mir, dass alle mit anpacken und wir das Gesamtpaket schnüren. Ich verspreche nicht, dass jeder Ball ankommt, aber dass wir um jeden Ball fighten werden."
Donnerstag, 13. November 2008 | BVB